Obwohl Bäume, Sträucher und Hecken in einem Wohngebiet entscheidend dazu beitragen, das Straßen- und Ortsbild zu verschönern sowie den Wohn- und Erholungswert der Umgebung zu erhöhen, ergeben sich für den Grundstückseigentümer gem. § 28 Straßengesetz Baden-Württemberg Einschränkungen und Verpflichtungen, wenn solche Pflanzen unmittelbar an eine öffentliche Straße oder gar an eine Straßenkreuzung angrenzen.Das trifft insbesondere dann zu, wenn durch überhängende Äste oder Sträucher der Straßenverkehr oder Fußgänger beeinträchtigt werden. Deshalb ist es dringend geboten, Bäume, Sträucher und Hecken regelmäßig zurückzuschneiden.

Bäume, Hecken und Sträucher, die über den Gehweg wachsen, müssen soweit zurückgeschnitten werden, dass der Gehweg frei ist.

Nach den einschlägigen Bestimmungen sind die Eigentümer von Bäumen und Sträuchern verpflichtet, diese so zurückzuschneiden, dass folgende Lichtraumprofile frei bleiben:
- mind. 4,50 Meter über der gesamten Fahrbahn.
- Bei Fahrbahnen ohne Gehweg ist ein seitlicher Sicherheitsraum von mindestens 0,75 Metern einzuhalten. Sofern ein Hochbord (Randstein) vorhanden ist, kann der Sicherheitsabstand vom Fahrbahnrand auf 0,50 Meter reduziert werden.
- In Fuß- / Gehwege dürfen Äste bis zu einer Höhe von 2,50 Metern nicht hineinragen.
Der Bewuchs ist entlang der Fuß- / Gehwege bis zur Fuß- / Gehweghinterkante zurückzuschneiden.
- In Radwege dürfen Äste bis zu einer Höhe von 2,50 Metern nicht hineinragen. Der Bewuchs ist entlang der Radwege bis zur Radweghinterkante zurückzuschneiden.
- Verkehrszeichen und -einrichtungen dürfen nicht verdeckt werden. Die Anpflanzungen sind so zurückzuschneiden, dass Verkehrszeichen und -einrichtungen von den Verkehrsteilnehmern rechtzeitig wahrgenommenwerden können.
- Bezüglich der Sichtverhältnisse an Knotenpunkten, muss zumindest gewährleistet sein, dass ein wartepflichtiger Verkehrsteilnehmer bei der Anfahrt aus dem Stand ohne
nennenswerte Behinderung vorfahrtsberechtigter Fahrzeuge sicher einbiegen oder kreuzen kann.

Bei Unfällen oder Beschädigungen an Fahrzeugen kann der Grundstückseigentümer, welcher Bäume und sonstige Anpflanzungen nicht auf das notwendige Maß zurückgeschnitten hat, ersatzpflichtig gemacht werden.

Zu beachten ist andererseits, dass ein Rückschnitt auf den Stock von Hecken, Sträuchern, Bäumen u.s.w. in der Zeit von 1. März bis 30. September grundsätzlich unzulässig ist und eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die mit Bußgeld geahndet werden kann.

Rückschnitte dürfen daher in diesem Zeitraum nur in dem für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit notwendigen Umfang vorgenommen werden. Ab 1. Oktober darf wieder ein vollständiger Rückschnitt erfolgen.





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