Brände, Bombenfunde, Trinkwasser-verunreinigungen oder andere Gefahrenlagen – die frühzeitige Warnung und schnelle Information der Bevölkerung bei Gefahren sowie die entsprechenden Handlungsempfehlungen sind wichtige Aufgaben der Gefahrenabwehr.
 
Die letzten Monate haben durch die Corona-Pandemie das Thema Krisenbewältigung allgemein in den Fokus gerückt. Die Information der Bevölkerung ist ein nicht zu unterschätzender Bestandteil bei der Gefahrenabwehr. Deshalb ist es sinnvoll, die Warnung der Bevölkerung nicht nur im Ernstfall durchzuführen, sondern auch per Probealarm.
 
Dafür ist der Warntag am 10. September 2020 da. Sämtliche Warnmittel werden von 11 Uhr bis 11.20 Uhr an diesem Tag mittels eines bundesweiten Probealarms aktiviert.
 
Ausgelöst werden vom Bund alle an das Modulare Warnsystem angeschlossenen Warnmittel, wie beispielsweise Radio, Fernsehen, die Warn-App NINA und weiterer Warn-Apps.
 
Städtischerseits erfolgt die Alarmierung von Einsatzkräften bereits seit den 90er Jahren nicht mehr über die althergebrachten Sirenen, sondern per Funkmeldeempfänger. Die Warnung der Bevölkerung kann auch hinsichtlich lokaler Gefahrenlagen über Nina erfolgen. Deshalb ist die Installation dieses Programms oder vergleichbarer Warnapps für jeden Bürger sinnvoll.
 
Darüber hinaus wird die Stadt über ihre städtischen Kanäle (Homepage und soziale Medien) auf den Warntag hinweisen und auch die Reichweite sowie die Geschwindigkeit dieser Kanäle analysieren. Für Bürgermeister Bernlöhr ist die Information über die Sachlage und das notwendige Verhalten ein Kernbestandteil von Krisenbewältigung. „Die digitale Welt bietet uns auch als Behörde vor Ort große Möglichkeiten. Wir können nicht nur Informationen schnell und zielgerichtet verbreiten, wir sehen auch direkt, wie viele Menschen wir innerhalb welcher Zeit mit Informationen erreichen. Diese Daten werden wir spezifisch zum Warntag auswerten. Sie sind für uns natürlich ein Gradmesser, wo wir stehen und welche Maßnahmen zukünftig sinnvoll sind, um die Alarmierung möglichst optimal zu gestalten.“
 
Die Nutzerinnen und Nutzer erhalten mit der aktuellen NINA-Version flexiblere und dem persönlichen Bedarf angepasste Möglichkeiten, den örtlichen Bereich einzustellen, für den Warnmeldungen empfangen werden sollen. Neben ganzen Landkreisen oder einzelnen Gemeinden kann ein Umfeld von ein beziehungsweise neun Quadratkilometern um einen
bestimmten Ort oder um eine Straße ausgewählt werden. Wie bisher können natürlich Push-Benachrichtigungen für den aktuellen Standort abonniert werden.
Die Darstellung in der Ansicht „Meine Orte“ wurde ebenfalls grundlegend verbessert. Alle aktuell gültigen Warnmeldungen für die abonnierten Orte werden übersichtlich dargestellt und je nach Warnstufe farblich markiert.
 
Im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus wurde die Warn-App NINA um einen Informationsbereich „Corona“ erweitert. Ebenso können in der Kartenansicht der neuesten NINA-Version über die Auswahl des entsprechenden Kartenlayers neben den Warnungen
aus dem Bevölkerungsschutz, dem Wetter und dem Hochwasser auch die kreisbezogenen Corona-Fallzahlen dargestellt werden.


Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag und zum Thema Warnung der Bevölkerung erhalten Sie unter: www.bundesweiter-warntag.de





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