Die Stadtverwaltung zieht zum Warntag ein verhaltenes erstes Resümee. Von 11 Uhr bis 11.20 Uhr wurde auf der städtischen Homepage der bundesweit einheitliche Warntext vorgeschaltet und in den einschlägigen sozialen Netzwerken wurde ebenfalls gepostet. Sowohl die Abläufe als auch die Funktionen in Facebook, Instagram sowie bei der städtischen Homepage haben erwartungsgemäß funktioniert. Wenig überraschend wird innerhalb einer kurzen Zeit nur ein Bruchteil der Reichweite der städtischen Medien erreicht.
 
Die bundesweite Warnung insbesondere über die Handy-App NINA scheint zumindest im Welzheim flächendeckend nicht funktioniert zu haben. Die Entwarnung wurde um 11.40 Uhr kommuniziert, allerdings lediglich innerhalb der App und nicht über eine Push-Benachrichtigung.
 
Für eine gewisse Unsicherheit sorgte im Vorfeld die Frage des Einsatzes von Sirenen. Die untere Katastrophenschutzbehörde im Landrats­amt Rems-Murr-Kreis hat als zuständige Stelle die Gemeinden darum gebeten, von einer Alarmierung per Sirene abzusehen, nachdem aktuell die Sirenen lediglich die Funktion der Feuerwehralarmierung haben.
 
Gerade angesichts der Ergebnisse des Warn-Tags ist der Praxistest einer Sirenen-Alarmierung eine gute Idee. Damit kann einerseits die Bevölkerung den Effekt erfahren. Andererseits ist es dadurch möglich, die örtliche Reichweite zu ermitteln.
 
Zu diesem Zweck werden am kommenden Mittwoch, 16. September um 9 Uhr die vier Sirenen in Welzheim mit einem Feuerwehr-Probealarm ausgelöst. Diese befinden sich auf dem Rathaus, in Breitenfürst auf dem Alten Schulhaus, in Eberhardsweiler sowie in Langenberg. Die Sirene in Aichstrut ist aktuell wegen der Sanierung des Alten Schulhauses abgebaut. Auch diesen Probealarm wird die Stadt digital und kommunikativ begleiten.
 
Der Aufmerksamkeitseffekt einer Sirene kann durch kein anderes Medium erreicht werden. Die große Schwäche der Sirenen ist andererseits, dass keine Information übermittelt werden kann. Die konzeptionelle Frage, wie ein flächendeckendes Sirenennetz in Welzheim aussieht und welche Maßnahmen dafür notwendig sind, wird von der Stadtverwaltung nun in den nächsten Wochen ermittelt. Hinsichtlich der fachlichen Fragen ist die Verwaltung mit Katastrophenschutz und Feuerwehr im Austausch.
 
Hinsichtlich von großen Schadens- und Katastrophen-Ereig­nissen bleibt es aber unabhängig von Sirenen zentral, dass die digitalen Warnmedien zuverlässig funktionieren und weite Verbreitung haben. Der Warn-Tag ist im Ergebnis ein guter Impuls, um Bevölkerungsschutz und Gefahren­alarmierung wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Dabei ist die regelmäßige Einbeziehung der Bürgerschaft ein zentrales Thema.

Rückfragen bei der Stadt Welzheim:
Uwe Lehar, 07182 8008-14
lehar@welzheim.de





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