Neues aus der Stadt Welzheim

Bronze für Niko Kappel bei den Paralympics in Tokio

Bild: Gabriel Habermann
Bild: Gabriel Habermann

Seit Ende letzter Woche ist Niko Kappel wieder daheim in Welzheim. Am Montag letzte Woche gewann der Kugelstoßer bei den Paralympics in Tokio Bronze. Letzten Freitag wurde er von Bürgermeister Bernlöhr vor dem Rathaus in Welzheim mit einer kleinen Delegation aus Gemeinderäten, Familie und Freunden sowie Bekannten aus dem örtlichen Sportverein empfangen.


Niko ist mit der Bronzemedaille sehr zufrieden. Vor 5 Jahren gewann er übrigens bei den Paralympics in Rio die Goldmedaille. Dennoch hatte Niko Kappel diese Saison ordentlich zu kämpfen: die langanhaltende Pandemie mit vielen Trainingseinschränkungen und fehlender Wettkampfpraxis und zu all dem kamen dann immer wieder Verletzungspausen. Daher lief es dieses Jahr einfach nicht ganz rund für Niko Kappel.


Nachdem er bei den Europameisterschaften dieses Jahr Bronze holte, musste Niko Kappel eine sechswöchige Pause einlegen, da der Rücken nicht mitspielte. Alles andere als ideale Voraussetzungen für den Start in Tokio. In Tokio Konzentrierte sich Niko dann aufs Wesentliche und konnte zumindest für die Dauer des Wettkampfes den angeschlagenen Körper ausblenden. Leider hat es dann aber doch nicht für den großen Stoß gereicht. Mit 13,30m landete er schließlich auf Platz 3.


Von der Weltmetropole Tokio hat Niko Kappel nicht viel gesehen. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Regelungen in Tokio machten Vieles nicht möglich. Die paralympischen Sportler bewegten sich in einer Zone zwischen Flughafen, olympischem Dorf, Training und Stadion. Niko Kappel berichtete, dass die Japaner sehr freundlichen waren aber auch sehr streng. Auch in Tokio gilt eine strenge Maskenpflicht.


Niko Kappel hat sich schon längst als einer der erfolgreichsten Athleten im deutschen paralympischen Sport etabliert. Der Triumph von Brasilien vor fünf Jahren bescherte Niko, der übrigens bei der Volksbank Welzheim seine Ausbildung als Bankkaufmann machte, einen ordentlichen Popularitätsschub. Seit 2018 ist der Kugelstoßer von seinem Beruf freigestellt, um als Profi trainieren zu können.


Niko, der für den VfB Stuttgart antritt und in Stuttgart trainiert, sagte vor Kurzem, das der paralympische Sport zuletzt eine rasante Entwicklung genommen hat. Die zunehmende Professionalisierung, die Konkurrenz wird immer größer und es gibt immer öfters neue Rekorde. Daher kann man sich nicht lange auf den Lorbeeren ausruhen. Nach Rio und Tokio will er auch bei den Paralympics 2024 in Paris antreten und dabei möglichst erfolgreich sein.


Daheim in Welzheim hängt die Bronzemedaille nun neben der Goldmedaille von Rio.


Welzheim ist in jedem Fall mächtig stolz auf Niko und die ganze Bürgerschaft wünscht gutes Gelingen beim Kugelstoßen. Alle Welzheimer drücken bereits heute die Daumen für Paris 2024!